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Sie wollen ihr Hobby zum Beruf machen

Drei Bewerberinnen legen die Aufnahmeprüfung zur Kirchenmusikausbildung ab.

Die erste Hürde genommen haben die neuen Teilnehmerinnen des C-Kurs (von links nach rechts): Katharina Heinemann, Karin Baum-Schellberg, Alexandra Wagner. Ganz links Kreiskantor Christian Tegel und rechts Kursleiter Thomas Schmidt.

Der Kirchenkreis Wied bietet einen Ausbildungskurs für den Beruf des Kirchenmusikers an. Nach zweieinhalb Jahren mit Unterricht in Orgel- und Klavierspiel, Chorleitung und Gesang endet der Kurs mit der C-Prüfung. Sie befähigt die Absolventen, eine nebenamtliche Stelle an einer Kirche zu übernehmen.

Doch beim Kursbeginn gilt es schon, die erste Hürde zu nehmen: Die Aufnahmeprüfung. Wie beim Studium an einer Musikhochschule müssen die Kandidaten bereits einige musikalische Grundtechniken beherrschen. Wer ganz bei null anfängt, ist fehl am Platze.

Christian Tegel und Thomas Schmidt, die Kreiskantoren der Kirchenkreise Koblenz und Wied, fühlten den drei Interessentinnen auf den Zahn und hörten sich genau an, was jede auf dem Klavier spielen konnte und welche Töne beim Notendiktat richtig erkannt wurden. Und wie bei einer Castingshow mussten alle Bewerberinnen auch ein Lied a cappella vorsingen.

Die benachbarten Kirchenkreise Koblenz und Wied führen den C-Kurs gemeinsam durch. Der Kirchenkreis Wied ist dabei federführend. Die Kursleitung liegt in den Händen von Kirchenmusikdirektor Thomas Schmidt.

 

Bevor er den frischgebackenen Kursteilnehmerinnen Karin Baum-Schellberg, Katharina Heinemann und Alexandra Wagner gratulierte und mit ihnen auf die bestandene Aufnahmeprüfung anstieß, bekannte er freimütig: „Unsere Kirche braucht Leute wie Sie!“